
Aus dem Heimleben
Brand im Waisenhaus Maria Luisa – 19jähriger wurde leicht verletzt
In der Nacht vom 17. zum 18. Mai brach im Heim „Maria Luisa“ ein Feuer aus. 72 Kinder mussten evakuiert werden, sagte Georgi Kunev, Sprecher der Feuerwehr Plovdiv. Um 21:15 Uhr ging der Notruf bei der Zentrale ein. Die Feuerwehr war mit drei Fahrzeugen vor Ort.
In dem mit Hilfe deutscher Spendengelder errichteten und 2006 eingeweihtem neuen Gebäude brannte das Obergeschoss völlig aus. Der Feuerwehr gelang es, das Feuer zu löschen. Dabei waren Löschwasserschäden im gesamten Haus nicht zu vermeiden
Glücklicherweise kam keines der anwesenden Kinder zu Schaden. Nur ein 19 jähriger aus der Nachbarschaft, der den Kindern zu Hilfe eilen wollte, wurde durch einen Wasserstrahl der Feuerwehr leicht verletzt. Er wurde vor Ort von einem Feuerwehrsanitäter behandelt, lehnte es aber ab, ins Krankenhaus gebracht zu werden.
Die ersten Meldungen über die Ursachen waren in den ersten Tagen widersprüchlich. Ein Teil der Medienberichte spekulierte zunächst über die nicht abgeschaltete Backröhre eines Herdes. Die Informationen, die die Mitarbeiter des Heimes von den ermittelnden Beamten erhielten, deuteten zunächst aber auf vorsätzliche Brandstiftung durch Fremdeinwirkung hin. Dem entsprachen auch Aussagen der Kinder, die etwa zehn Minuten, bevor der erste Qualm wahrgenommen wurde, einen dumpfen Knall gehört haben wollen.
Erst am 19. Mai erhielt der Verein dann über Umwege die Information, dass es sich entgegen den ersten Annahmen nicht um einen Brandanschlag gehandelt habe, sondern dass die Polizei inzwischen davon ausgehe, dass eine brennende Zigarette die Ursache des Brandes gewesen sei. Wie die Zigarette in das Zimmer gelangte ist noch unklar, da es sich bei dem betroffenen Haus um eine Haus handelt, in dem normalerweise Kinder zwischen 6 und 7 Jahren untergebracht sind und sich diese Kinder zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Brandes im Wohnzimmer aufgehalten haben.
Behörden wie Polizei versuchen den Tathergang genau zu rekonstruieren. Doch unabhängig davon, wie das Ergebnis der Ermittlungen aussehen wird, der Schaden am Gebäude ist immens. In ersten Schätzungen wird von einer Höhe von 20000 Euro ausgegangen.
Der Vorstand des Vereins entsandte seinen Vorsitzenden, Mirko Schwanitz, sowie die Patenschaftsbeauftragte, Dora Stütz, nach Plovdiv, um sich vor Ort ein Bild zu machen und über erste Hilfsmaßnahmen zu beraten.
Quelle: news.plovdiv24.bg / Darik news / Maritza / Polizei Plovdiv / Verein

Ein Feuerwehrmann während der Löscharbeiten

Der Feuerwehreinsatz lief bis in die frühen Morgenstunden

Der Brand brach im Obergeschoss des 2006 mit deutschen Spendengelder errichteten Gebäudes aus. Die Fassade muss saniert und neu gestrichen werden

Nicht nur die Betten, auch Schränke, Tische und persönliche Sachen der Kinder verbrannten

Neben der notwendigen kompletten Sanierung des ausgebrannten Zimmers müssen auch neue Fenster eingesetzt werden

Doch nicht nur das Zimmer, in dem der Brand entstand wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen, in den benachbarten Zimmern und im Untergeschoss entstand ebenfalls Sachschaden durch das eindringende Löschwasser

Welche Schäden in den Bädern angerichtet wurden, wird sich erst nach den notwendigen Reinigungsarbeiten zeigen






Brand im Waisenhaus Maria Luisa – 19jähriger wurde leicht verletzt

…wenn es durch ihre Arbeit gelingt, auch nur einem einzigen dieser ‚Nullchancen‘-Kinder ein menschenwürdiges Zuhause und damit wenigstens ein paar Chancen und Voraussetzungen für ihr künftiges Leben zu geben, so hätte sich dieses Projekt einen Nobelpreis verdient…



Im Rahmen dieses Wettbewerbs erhielten wir für das Projekt „Rekonstruktion des Waisenhauses Maria Luisa“ einen ersten Preis, der von der ehemaligen EU-Kommissarin Monika Wulff-Matthies überreicht wurde.
Außerdem wurde das Projekt unter die 25 besten ehrenamtlichen Hilfsprojekte Deutschlands gewählt.