
Aus dem Heimleben
Latschesar und Nikolai: Hurra wir haben einen Ausbildungsplatz!
Hallo, liebe deutsche und bulgarische Helfer,
Nikolai und ich, waren vor zwei Tagen mit unserem Heimleiter, Herrn Gagov, in Goce Delcev und haben die große Textil-Firma Pirin-Tex besucht. Hier sollen wir schon bald unsere Berufsausbildung erhalten. Und um ehrlich zu sein - wir hattten ein wenig Angst vor dieser Fahrt. Denn schon im April hatte Herr Schwanitz gesagt, dass das eine ernste Sache ist. Es gehe um unsere Zukunft. Aber unsere Betreuer haben uns Mut gemacht. Wir seien in der Schneiderwerkstatt, die uns die deutschen Freunde gebaut haben, gut ausgebildet worden. Das finden wir ja auch. Aber wenn man dann durch so einen Riesenbetrieb läuft und sieht, wie schnell und genau da gearbeitet wird, da bekommt schon ein mulmiges Gefühl. Aber als wir dann mit der Berufsausbilderin durch die Berufsausbildungsabteilung gingen waren wir schon ruhiger. Da waren Maschinen, die kannten wir schon. Und die Ausbilderin staunte sogar, was wir alles schon wissen. Wir haben dann noch die Tests für das diesjährige Lehrjahr mitgeschrieben. Na ja, alles haben wir natürlich nicht gewusst. Aber ich glaube, wir waren nicht so schlecht. Nun freuen wir uns darauf, schon bald umzuziehen. Goce Delcev wird dann unsere neues Zuhause. Besonders beeindruckt waren wir von dem Chef von Pirin-Tex. Er kommt aus Deutschland und ißt in der gleichen Kantine, wie seine Angestellten. Ich habe mich gefragt wie viel bulgarische Chefs so etwas machen würden? Er hat sich auch sehr viel Zeit für uns genommen und uns Mut gemacht - Danke, Herr Rollmann! Und auch unseren Betreuern und vor allem unserer Ausbilderin in der Schneiderwerkstatt unseres Heimes wollen wir Danke sagen. Ohne ihre gute Vorbereitung hätten wir das alles ja gar nicht geschafft. Nikolai sagt, ohne die deutschen Freunde, die uns die Werkstatt eingerichtet haben, hätten wir überhaupt nie die Chance gehabt, bis Goce Delcev zu kommen. Das stimmt....
Euer Latschesar

Hallo, links, das ist Nikolai und rechts bin ich. Hier stehen wir im Maschinensaal unserer zukünftigen Berufsausbildungsstätte






Latschesar und Nikolai: Hurra wir haben einen Ausbildungsplatz!

…wenn es durch ihre Arbeit gelingt, auch nur einem einzigen dieser ‚Nullchancen‘-Kinder ein menschenwürdiges Zuhause und damit wenigstens ein paar Chancen und Voraussetzungen für ihr künftiges Leben zu geben, so hätte sich dieses Projekt einen Nobelpreis verdient…



Im Rahmen dieses Wettbewerbs erhielten wir für das Projekt „Rekonstruktion des Waisenhauses Maria Luisa“ einen ersten Preis, der von der ehemaligen EU-Kommissarin Monika Wulff-Matthies überreicht wurde.
Außerdem wurde das Projekt unter die 25 besten ehrenamtlichen Hilfsprojekte Deutschlands gewählt.