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Projektförderung 2010 beschlossen
"Neue Projekte sollen fortdauernde Traumatisierung von Kindern verhindern und die Zukunftschancen von Jugendlichen auf einem schwieriger werdenden Arbeitsmarkt erhöhen"
Unter dieser Prämisse und nach ausführlicher Diskussion entschied der Vorstand des Vereins auf seiner Vorstandssitzung am 24. April über die Förderung von Projekten in bulgarischen Kinderheimen für das Jahr 2010.
Begünstigt werden in diesem Jahr Projekte in den Kinderheimen
„Maria Luisa“ (Plovdiv) - 4800 Euro für Projekte / 20 000 Euro Sachspende
„Vasil Petleschkov“ (Bratsigovo) - 24 000 Euro
.„Rosa“(Gemeinde Selenikovo)- 1500 Euro
Begünstigt werden weiterhin die Qualifizierungsprojekte der
"National Alliance for Volunteer Action" (NAVA) - 3000 Euro

"GESCHICKTE HÄNDE - EIN PROJEKT DAS ÜBERZEUGT" Bereits 2009 förderten wir dieses Projekt, entworfen von jungen Sozialpädagogen der Gruppe I des Heimes "Maria Luisa", die jedes Jahr die Neuankömmlinge aufnimmt. Der Wechsel ins "Maria Luisa", stellt für diese oft erst 6 Jahre alten Kinder eine erneute Traumatisierung dar. Für viele ist es bereits der dritte Heimwechsel. Einige kommen aus kleineren Heimen in kleineren Orten. In Plovdiv sehen sie sich plötzlich mit vielen fremden und älteren Kinder konfrontiert, müssen in einer fremden Umgebung zur Schule gehen.Die Folgen: Die einen ziehen sich zurück, prägen Ängste aus, sind ohne Selbstvertrauen und werden nicht selten Opfer aggressiverer Kinder. Andere wiederum leiden unter Konzentrationsschwierigkeiten, werden hyperaktiv oder aggressiv gegen sich selbst oder andere. Das Projekt setzt auf Formen einer Beschäftigungstherapie, die die Kinder zu innerer Ruhe zwingt, zugleich aber ihre Kreativität fördert - DER VEREIN FÖRDERT DAS PROJEKT MIT 1500 EURO

"PROJEKT ROSA SOLL KINDERN AUS SELENIKOVO DEN WECHSEL INS MARIA LUISA ERLEICHTERN" - in einer ersten Stufe sollen sich die Pädagogen beider Heime kennenlernen. Pädagogen aus dem Maria Luisa werden vor dem Wechsel von Kindern in Selenikovo arbeiten. Parallel dazu werden Kinder aus dem Heim "Rosa" das Heim „Maria Luisa“ besuchen und so an die neue Umgebung gewöhnt. Außerdem werden die Pädagogen geschult. Schwerpunkt sind Möglichkeiten, Kindern den Übergang in neue Heime zu erleichtern - DIESES PROJEKT WIRD VOM VEREIN MIT 1500 EURO GEFÖRDERT


"SPEZIALAUFLAGEN FÜR BETTNÄSSER – EIN FOLGEPROBLEM ANDAUERNDER TRAUMATISIERUNG" - Jeder der Haus I im Heim „Maria Luisa“ betritt kann es riechen und bei einem Blick auf die Matratzen der Betten ist es nicht zu übersehen. Zahlreiche der neu ins Heim „Maria Luisa“ eingewiesenen Kinder sind Bettnässer oder werden durch den bisher unvorbereiteten Wechsel in die fremde Umgebung zu Bettnässern. Die bulgarische Regierung und die zuständigen Behörden stellen keinerlei Gelder für Spezialmatratzen oder Spezialaufleger zur Verfügung, wie sie in Deutschland oder anderen Ländern Europas üblich sind. Allein eine dieser Spezialauflagen kostet in Bulgarien 100 Euro. Der Verein hat daher den Verein „Femmes d’Europe“ in Brüssel um Hilfe gebeten. Wir freuen uns, dass „Femmes d’Europe“ dem Verein zur Anschaffung von Spezialauflagen zu diesem Zweck 1300 Euro zur Verfügung stellt. Diese Summe wird von uns noch einmal aufgestockt - DER VEREIN FÖRDERT DAS PROJEKT MIT 1600 EURO

"NEUES STIPENDIEN-PROGRAMM FÜR HEIMABGÄNGER" - Mit diesem Programm unterstützen wir Jugendliche, die sich nach dem Heimaufenthalt qualfizieren wollen. Ein Jahr werden die Stipendiaten mit 100 Euro monatlich gefördert. 2010 geht das Stipendium an das frühere Heimkind Christina Dimitrova. Begründung des Vorstandes: Christina Dimitrovas Bereitschaft, dem Verein ihre Lebensgeschichte zu erzaehlen und sie fuer die Oeffentlichkeitsarbeit zur Verfuegung zu stellen, hat einen enormen Beitrag zum Verstaendnis der Probleme bulgarischer Heimkinder in Deutschland geleistet. Damit hat Christina Dimitrova das Herz zahlreicher Menschen beruehrt und einen unschaetzbaren Beitrag zum Spendenaufkommen des Vereins geleistet. Christina Dimtrova will jetzt ihren Traum verwirklichen und mit traumatisierten Heimkindern arbeiten. In Zusammenarbeit mit der NAVA will der Verein versuchen, ihr mit diesem Stipendium bei der Erfuellung dieses Traums behilflich zu sein - DER VEREIN FÖRDERT DAS PROGRAMM MIT 1200 EURO

"STARTSCHUSS FÜR UMFASSENDES QUALIFIZIERUNGSPROGRAMM FÜR HEIMPÄDAGOGEN" - seit Gründung des Vereins ist ein solches Programm geplant. Vor Ort erleben wir neben Engagement noch immer ein Verhalten von Pädagogen, dass die Traumata der Kinder eher zementiert, als sie aufzulösen. Neben Qualifikation fehlt es in Bulgarien vor allem an Supervision, die jungen Psychologen haben keinerlei praktische Erfahrung. In dieser Melange aus Wollen aber oft nicht können, liegt der größte Teil aller Probleme. Partner des Programms sind die NAVA, die Neuen Universität Sofia und die Fakultät für Sozialwissenschaften der Hochschule München.Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung praktisch anwendbaren Wissens. DER VEREIN FÖRDERT DAS PROGRAMM IN DIESEM JAHR MIT 3000 EURO

"ART-THERAPIE IST EIN ERFOLGSMODELL" - Seit mehreren Jahren fördert der Verein das äußerst erfolgreiche Projekt der Art-Therapie von verhaltensauffälligen und hyperaktiven Kindern. Hier wird seit langem durch eine versierte Kunsttherapeutin eine erfolgreiche Arbet geleistet. Dabei geht es nicht nur um die Bewältigung erlittener Traumata. Die Kinder lernen hier auch sich zu öffnen und über das, was sie malen zu sprechen. Dies wiederum ermöglicht den Psychologen Einblicke in die Seele der Kinder. Der Verein unterstützt die Arbeit dieser Therapeutin mit den ihr anvertrauten Kindern aus dem Heim "Maria Luisa" weiter - DER VEREIN FÖRDERT DAS PROJEKT MIT 500 EURO

SONNE BRINGT BILDUNG - Gesponsort von der Münchner Gehrlicher AG soll das Heim Maria Luisa eine Photovoltaikanlage erhalten. Der Strom wird verkauft und die Erlöse fließen zu 100 Prozent in ein Qualifizierungsprogramm für Heimpädagogen - WERT DER SPENDE ca, 20 000 EURO

ZUKUNFT FÜR EUCH - heißt nicht nur das Berufsausbildungsprojekt, dass im letzten Jahr im Heim Vasil Petleschkoff in Bratsigovo gestartet wurde. So nennt sich auch eine kleine Nichtregierungsorganisation, die nun, unterstützt durch die "Aktion Mensch", befähigt werden soll, den Azubis zu Praktikas und festen Arbeitsplätzen zu verhelfen. DIE AKTION MENSCH UNTERSTÜTZT DAS PROJEKT IM ERSTEN JAHR MIT 24 000 EURO






Projektförderung 2010 beschlossen



…wenn es durch ihre Arbeit gelingt, auch nur einem einzigen dieser ‚Nullchancen‘-Kinder ein menschenwürdiges Zuhause und damit wenigstens ein paar Chancen und Voraussetzungen für ihr künftiges Leben zu geben, so hätte sich dieses Projekt einen Nobelpreis verdient…



Im Rahmen dieses Wettbewerbs erhielten wir für das Projekt „Rekonstruktion des Waisenhauses Maria Luisa“ einen ersten Preis, der von der ehemaligen EU-Kommissarin Monika Wulff-Matthies überreicht wurde.
Außerdem wurde das Projekt unter die 25 besten ehrenamtlichen Hilfsprojekte Deutschlands gewählt.