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Wer soll Mitglied sein? - Zweite Runde zur Gründung eines Gesamtverbandes deutsch-bilgarischer Hilfsinitiativen
Sofia. Am 28. und 29. März tagten in der bulgarischen Hauptstadt Sofia Vertreter von deutsch-bulgarischen Hilfsorganisationen. Ziel des bereits zweiten Treffens war die Vorbereitung der Gründung eines Gesamtverbandes von deutsch-bulgarischen Hilfsorganisationen.
Im Mittelpunkt stand die Frage: Was will ein solcher Verband? Und nach welchen Kriterien soll er organisiert werden? Ein wichtiger Diskussionspunkt war auch die Frage: Wer soll eigentlich Mitglied sein?
Die Organisatoren, die Liebenau-Stiftung, das St. Andreaswerk und die Agapedia-Stiftung sowie die Vertreter anderer anwesender Organisationen, unter ihnen auch Bildungsträger wie der Verein "FAR" aus Burgas oder die bulgarische Caritas waren sich einig, dass ein Verband notwendig sei, um die Interessen sozialer Dienstleister gegenüber staatlichen und kommunalen Behörden besser und mit mehr Nachdruck vertreten zu können.
Eine lebhafte Debatte führten die Teilnehmer über die Frage, wer überhaupt Mitglied sein dürfe: Die Organisatoren lehnten die Mitgliedschaft von nicht in Bulgarien lizensierten Organisationen, unabhängig davon, wie viel sie für das Land bisher geleistet haben, als kaum praktikabel ab. Geprüft werden solle die Möglichkeit einer assoziierten Mitgliedschaft. Solche Mitglieder hätten allerdings kein Stimmrecht.
Am Ende zeichnete sich ab, dass man Organisationen wie den Verein Zur Förderung Bulgarischer Kinderheime e.V. nicht in einem solchem Verband sieht, da diese in Bulgarien weder registriert noch lizensiert seien.
Der Vorstandsvorsitzende des Vereins wies darauf hin, das seine Organisation sich in diesem Falle jeder weiteren Mitarbeit enthalten müsse. Schließlich könne kein Verband Unterstützung und Mitarbeit von Organisationen erwarten, die er nicht aufnehmen und deren Interessen er demzufolge auch nicht vertreten wolle.
Der Vorsitzende der deutsch-bulgarischen Industrie und Handelskammer, Bertram Rollman, äußerte dem Vorsitzenden des "Vereins Zur Förderung Bulgarischer Kinderheime" e.V sein Unverständnis darüber, wieso man einen solchen Verband überhaupt auf deutsch-bulgarische Organisationen beschränke. Ein solcher Verband werde immer viel zu klein sein, um Wirkung entfalten zu können. Seiner Meinung nach sollte man einen solchen Verband für alle öffnen, die die Kriterien erfüllen, egal aus welchem Land sie kämen.
Im Oktober 2011 soll ein weiteres Treffen stattfinden. Dann soll der Verband gegründet und eine Satzung verabschiedet werden.






Wer soll Mitglied sein? - Zweite Runde zur Gründung eines Gesamtverbandes…



…wenn es durch ihre Arbeit gelingt, auch nur einem einzigen dieser ‚Nullchancen‘-Kinder ein menschenwürdiges Zuhause und damit wenigstens ein paar Chancen und Voraussetzungen für ihr künftiges Leben zu geben, so hätte sich dieses Projekt einen Nobelpreis verdient…



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Außerdem wurde das Projekt unter die 25 besten ehrenamtlichen Hilfsprojekte Deutschlands gewählt.