Startsocial 2001
Startsocial 2001

Der Verein zur Förderung Bulgarischer Kinderheime e.V. nahm im Jahr 2001 an dem Wettbewerb startsocial — Hilfe braucht Helfer teil. Bei diesem Wettbewerb handelt es sich um den größten bundesweiten Wettbewerb ehrenamtlicher Initiativen. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzleramtes.

Der Verein erhielt im Rahmen dieses Wettbewerbs für sein Projekt „Rekonstruktion des Waisenhauses Maria Luisa“ einen ersten Preis, der von der ehemaligen EU-Kommissarin Monika Wulff-Matthies überreicht wurde.

Außerdem wurde dieses Projekt unter die 25 besten ehrenamtlichen Hilfsprojekte Deutschlands gewählt.

Foto: Empfang beim Bundeskanzler am 18. Dezember 2001

Ausschlaggebend für diesen Erfolg waren die Urteile von neun anonymen Juroren, die das Gesamtkonzept des Projektes unter verschiedenen Aspekten zu bewerten hatten.

Ausgewählte Stimmen zum Projekt

Zum Ziel:

…Klarheit, Nachhaltigkeit und Umsetzung sind kurz aber trotzdem eindeutig und prägnant beschrieben. Diese Art von Projekt lässt sich sicherlich auch auf größere Regionen ausweiten…

Zum Nutzen:

…Auch hier eine eindeutige Beschreibung der Zielgruppe. Win-Win-Situation entsteht durch die verbesserte Ausbildung von Waisenkindern, die dann mit einer höheren Wahrscheinlichkeit später als Erwachsene ein ‚normales‘ Leben abseits von Kriminalität und Armut führen können…

Juror A

zur allgemeinen Thematik des Projekts:

…wenn es durch ihre Arbeit gelingt, auch nur einem einzigen dieser ‚Nullchancen‘-Kinder ein menschenwürdiges Zuhause und damit wenigstens ein paar Chancen und Voraussetzungen für ihr künftiges Leben zu geben, so hätte sich dieses Projekt einen Nobelpreis verdient…

Zum Ziel:

…Besonderes beeindruckend finde ich, dass Sie nicht ausschließlich das Einzelschicksal eines Kindes betrachten, sondern sich darum bemühen, dass durch die Schulung und Weiterbildung von Erziehern und anderen Multiplikatoren eine nachhaltige Besserung der Situation eintritt. Es ist gut denkabr, diese Initiative auf andere Länder zu übertragen…

zu Vorbildern:

…Mir sind in einigen anderen osteuropäischen Ländern vergleichbare Initiativen bekannt, wenngleich ich den Eindruck habe, dass selten so professionell und durchdacht gearbeitet wird…

Juror B

zur Projektidee:

…Geldspenden und Sachspenden werden projektbezogen optimal aquiriert und eingesetzt…

zum sozialen Umfeld:

…die gemeinschaftliche Schaffung eines lebenswerten Umfeldes in Kooperation vieler Initiativen unter Einbeziehung der Eigenleistungen, die vor Ort erbracht werden können, ist ein nachhaltiger Weg zur Verbesserung der Umstände für die Kinder im Waisenheim ‚Königin Maria Luisa‘ und kann auf andere Heime (evtl. auch für Senioren) übertragen werden…

zum Geschäftsmodell:

…die finanziellen Ressourcen werden aus intelligenten Quellen erwirtschaftet. Über das Konzept der Berufsausbildung im Heim können ebenfalls finanzielle Mittel zurück geführt werden…

zum Team:

…Die Initiatoren (…) ergänzen sich in den veschiedenen Aufgaben, die im Projekt wahrgenommen werden, hervorragend. Auch das geschaffene Team internationaler Partner ist ensprechend sinnvoll ausgesucht und effizient eingesetzt.…

zum Finanzplan:

…die Darstellung verschiedener Szenarien lässt die Flexibilität in der Projektrealisierung erkennen. Der Mix aus Geldmitteln, Sachmitteln und Eigenleistung gewährleistet die Durchführbarkeit des Projektes step by step…

Juror G

zur Idee:

…Der Reiz des Modells liegt in der angestrebten Nachhaltigkeit, die Heime sollen nicht in finanzieller Abhängigkeit (der Hilfsorganisation) verbleiben, sondern durch Selbstfinanzierung und ein ‚In-die-Pflicht-nehmen‘ der lokalen Verantwortlichen auf eigene Füße gestellt werden…

zur Berufsausbildung:

…zudem habe ich mich (…) gefragt, welche Reaktion von ortsansässigen Friseuren und Bäckern zu erwarten ist. Wie kann verhindert werden, dass diese das Projekt zu verhindern suchen, aber auch das deren Existenz (durch das Projekt) vernichtet wird? Und… Ob durch die Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Heimen (…) nicht geradezu ein Anreiz für Mütter in schwieriger sozialer Lage sein kann, ihre Kinder dorthin zu geben, wo sie es besser haben? Dieses sind sicherlich nur Detailfragen in einem in sich gut durchdachten Vorhaben, welches zu den besten gehört, die ich bislang gesichtet habe.…

Juror H

zur Idee:

…Für einen Laien liest sich das Konzept des Vereins wie ein Krimi. Auch jemand, der sich noch nie mit dieser Thematik befasst hat, weiß anschließend sofort, worum es geht. Ich selbst, der viel persönlich mit solchen Projekten zu tun hat, bin überwältigt von diesem Konzept (…). Dieses Projekt hat eine Vorbildfunktion, wie ich sie bisher noch nie habe lesen können…

zum Geschäftsmodell:

…bestechend ist das internationale Netzwerk, mit dem die Arbeiten erledigt werden…

zur Öffentlichkeitsarbeit:

…mit einer Professionalität, wie ich sie bisher noch nicht gesehen habe, wird hier zielgerichtet und äußerst effektiv gearbeitet. Die bisherigen Erfolge beweisen die Richtigkeit der Ausrichtung…

Aus der Zusammenfassung Juror I:

…Da ich mit solchen Projekten persönlich befasst bin, habe ich dieses Script mit Begeisterung gelesen. Sprachlos und fasziniert habe ich dieses Konzept ‚verdaut‘, bevor ich an seine Bewertung gegangen bin (…). Dieses Projekt ist großartig und verdient eine Auszeichung…

Juror I