
Beendete Projekte
Viele Roma-Jugendliche werden in Bulgarien von ihren eigenen Eltern sehr vernachlässigt, dürfen nicht zur Schule gehen, werden zum Betteln oder der Prostitution gezwungen. 50 dieser Kinder fanden Schutz und Aufnahme im Kinderheim Panagyurishte. Hier richteten wir eine Berufsausbildungswerkstatt für Schneiderinnen und Schneider. 2009 erhielten die ersten Azubis ihr Zertifikat. Alle erhielten Arbeitsangebote. Im Jahr 2011 wurde die Werkstatt der Gemeinde übergeben, die sie nun in eigener Regie weiterbetreibt. Wir unterstützen die Werkstatt seitdem weiter mit Material- und Sachspenden...
15. Oktober: Es ist geschafft: alle Räume sind von Grund auf renoviert, alle Schäden behoben. Dennoch spüren die Pädagogen schon bald - die Spuren des Anschlags haben sich tief in die Seelen der Kinder eingefressen - vor allem die kleineren werden von Alpträume und Ängsten geplagt. Nur eine intensive und spezielle therapeutische Betreuung kann jetzt weiter helfen. Die aber kostet Geld. Wird es uns gelingen, dafür im kommenden Jahr die notwendigen Spenden zu sammeln? Trotz der Folgeprobleme sagen die Mädchen und ihre Erzieher allen Danke, die dazu beigetragen haben, dass sie ihr Zuhause so schnell wieder beziehen konnten. Auch die Sicherheit wurde verbessert. Kameras überwachen jetzt alle Seiten des Heimes. Der Zaun, der vom Attentäter übersprungen wurde, wurde durch eine hohe Mauer ersetzt. Bedauerlich - die Polizei konnte den Täter angeblich nicht ermitteln.... Und: Die Versicherung hat bis heute nicht gezahlt. Die Kameratechnik musste die Heimleiterin aus dem Budget des Heimes bezahlen.
Projekt Spezialmatratzen für Bettnässer
"SPEZIALAUFLAGEN FÜR BETTNÄSSER – EIN FOLGEPROBLEM ANDAUERNDER TRAUMATISIERUNG" - Jeder der Haus I im Heim „Maria Luisa“ betritt kann es riechen und bei einem Blick auf die Matratzen der Betten ist es nicht zu übersehen. Zahlreiche der neu ins Heim „Maria Luisa“ eingewiesenen Kinder sind Bettnässer oder werden durch den bisher unvorbereiteten Wechsel in die fremde Umgebung zu Bettnässern. Die bulgarische Regierung und die zuständigen Behörden stellen keinerlei Gelder für Spezialmatratzen oder Spezialaufleger zur Verfügung, wie sie in Deutschland oder anderen Ländern Europas üblich sind. Allein eine dieser Spezialauflagen kostet in Bulgarien 100 Euro. Der Verein hat daher den Verein „Femmes d’Europe“ in Brüssel um Hilfe gebeten. „Femmes d’Europe“ stellten dem Verein zur Anschaffung von Spezialauflagen 1300 Euro zur Verfügung. Diese Summe wurde von uns noch einmal aufgestockt - Am Ende wurde das Projekt 1600 Euro gefördert.
Die Berufsausbildungsküche in Bratsigovo bildet jedes Jahr 18 Heimjugendliche zum Hilfskoch aus und bietet Jugendlichen mit Vorkenntnissen Praktikumsplätze unter Produktionsbedingungen an. Mittelfristig soll die Küche zum ersten "Sozialen Unternehmen" Bulgariens entwickelt werden - die Küche soll einmal 350 Portionen täglich kochen und damit zwei Kinderheime, Kindergärten, Grundschüler sowie ältere und behinderte Menschen in der Gemeinde Bratsigovo mit Essen versorgen
Berufsorientierung in der Landwirtschaft
Auf Bitte der bekannten Kinderbuchautorin, Annette Langen („Felix auf Weltreise“ u.a.) besuchte der Vorstand im Jahr 2005 ein Kinderheim in Panagyurishte. Hier fanden wir 56 Kinder in einem eiskalten Gebäude vor, in dem es bei fast noch winterlichen Temperaturen keine Möglichkeit zum Heizen gab. Dafür schien die Heimleiterin das Haus mit ihre Herzenswärme zu füllen. Zum ersten Mal trafen wir eine Direktorin in Bulgarien, zu der die Kinder „Mama“ sagten! Das überzeugte uns, auch dieses Heim zu unterstützen. Dank einer großzügigen Spende der Universum-Film von 10 000 Euro förderten wir hier zwei Jahre ein berufsorientierendes Landwirtschaftsprojekt. In ihm erlernten die Jugendlichen den Boden zu bearbeiten und zu kultivieren. Voller Stolz ernteten sie mehrere Tonnen Kartoffeln, pflanzten Tomaten an, pflegten Apfelbäume. Heute gehört die Bearbeitung der bis dahin brachliegenden 1500 Quadratmeter großen Fläche hinter dem Heim zum Alltag der Jugendlichen.
Neugestaltung des Spiel- und Sportplatzes
Lange Zeit hatten die Kinder im Heim Maria Luisa nur einen schmutzigen Sandkasten zum Spielen. Schaukeln, Wippfiguren - Fehlanzeige. Dank der Unterstützung der MIT-Initiative des Henkel-Konzerns und der steremat-Beschäftigungsgesellschaft aus Strausberg nahe Berlin konnten wir für die Kinder eine kleine Spiel- und Sportanlage bauen
Qualifizierung von Pädagogen und Therapeuten 2006
In Zusammenarbeit mit der Stephanus-Stiftung-Verbund für Hilfen zur Erziehung, CHANCE Jugendhilfe u. Therapie gGmbH Bugk, Familien- & Suchtberatungstherapie Wendisch Rietz sowie dem Verein „Arche“ e.V. in Berlin-Marzahn und der Straußberger Steremat-Beschäftigungsgesellschaft, wurden die Leiterin des Heimes „Maria Luisa“ in Plovdiv und die Heimpsychologin Boyka Bozunova zu einer zehntägigen Qualifizierung nach Deutschland eingeladen. Auf dem Programm standen Besuche dieser Einrichtungen der Kinder und Jugendfürsorge bis hin zu Kinderbauernhöfen. Mehrere Tage begleiteten die bulgarischen Gäste den Alltag in einer Jugendeinrichtung der Stefanus-Stiftung.
Temporäre Rekonstruktion der Verwaltung
Noch während des Aufbaus des zweiten neuen Wohnhauses wurde auch das Verwaltungsgebäude des Kinderheimes „Maria Luisa“, saniert. Ziel war es, damit auch die Arbeitsbedingungen der Heimleiterin und der Buchhaltung zu verbessern.
Gestaltung der Aussenanlagen
Im Zusammenhang mit der Rekonstruktion des Gesamtensembles des Heimes wurden auch die Außenanlagen des Heimes Maria Luisa so gestaltet, dass die Kinder sich in einer angenehmen Atmosphäre wohlfühlen können. Eingeweiht wurde auch eine Stele, auf der die Hauptsponsoren des Projektes gewürdigt werden. Hier sollen in Zukunft weitere Namen von Spendern und Sponsoren ihren Platz finden.
Austausch der alten Dachziegel Haus 1
Nach der Neueröffnung des Hauses II wurde offensichtlich, dass Dachziegel auf Haus I dringend erneuert werden müssen. Dieses Haus war zwar erst 2001 fertig gestellt worden. Doch hatten wir damals aus Mangel an Spenden die noch intakten Dachziegel des einstigen alten Kinderheimes verwendet. Inzwischen hatte sich die Spendenlage so gebessert, dass wir an die Renovierung des Daches gehen konnten. Die Arbeiten waren im Sommer 2006 abgeschlossen







